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Die nächsten Schritte zum Großverein – 1965 bis 1980

Seit der Saison 1967/68 spielten auch Jugendmannschaften Fußball im TuS. Seit 1971 gibt es in der Abteilung Tischtennis Jugendmannschaften. Auch die Abteilung Turnen blühte nach dem Neubau der Turnhalle auf und konnte 1969 über 600 Teilnehmer auf dem Bezirksturnfest begrüßen. Eine unglaubliche Zahl, sieht man die heutigen Turnerzahlen im Vergleich. Ebenso wurde in diesem Jahr das Kleinkinderturnen eingeführt, das bis heute fortbesteht, als Wurzel des Vereins.

1971 feierte der TuS sein 75-Jähriges auf der „Kaule Wiss“ neben der Gaststätte Zur Linde in einem großen Zelt. Es gab viele Großereignisse, unter anderem ein Fußballspiel gegen die Traditionsmannschaft des 1.FC Kaiserslautern, später dann ein Spiel zwischen dem damals hochklassigen 1.FC 03 Sobernheim und den Amateuren des 1.FC Kaiserslautern. Auch alle anderen Abteilungen präsentierten sich mit Schaukämpfen und Auftritten. Der Event stand unter der Leitung des damaligen Präsidenten Bertram Lorenz.

Ebenfalls 1971 begann der Bau des dritten Sportplatzes für den TuS. Der kleine Betze hatte seinen Höhepunkt erlebt, der Neubau am heutigen Platz wurde 1973 fertiggestellt. Auch das Sportheim wurde gleichzeitig errichtet. Inklusive Flutlichtanlage, damals eine Anlage, die auf Top-Niveau an der gesamten Nahe war. Baumeister Heinz Kramm lies die Finger rund gehen und es ging flott und erfolgreich voran.

Die Abteilung Turnen betreibt seit 1973 ein jährliches Schauturnen, zunächst im Reche Saal, dann in der Schulturnhalle, welche bis heute, neuerdings als „Nikolausfenster“ stattfindet. 1974 war die Abteilung letztmalig Gastgeber des Gaukinderturnfestes unter der Leitung von Wickert’s Ad.

1975 wurde die jüngste Abteilung des heutigen TuS aus der Taufe gehoben. Die Leichtathletik. Zwar gab es bereits in den frühen Fünfzigern Läufe rund um den Welschberg, die von der katholischen Jugend organisiert wurden. Die dort startenden Gastläufer organisierten sich dann später im TuS zur Abteilung. Namentlich zu nennen sind:

 

  • Helmut Frenger
  • Lothar Fuchs
  • Herbert Pullig
  • Josef Schmidt
  • Friedel Schmidt
  • Karlfried Bäcker
  • Johannes Delzeit
  • Lothar Paulus
  • Hans-Josef Mecking

 

 

In den folgenden fünf Jahren entwickelte sich der TuS zum Breitensportevrein und setze neue Marken und Meilensteine, in Leichtathletik, Turnen so wie im Jugendfußball. Die Jahre 1975-1980 können getrost als die wichtigste Phase der Nachkriegsgeschichte bezeichnet werden.

Bis 1976 hatte der damalige Abteilungsleiter Leichtathletik, Heinz Muschkullus, viele Trimm-Trabs ins Grüne organisisiert, eines der Breitensport-Highlights der Siebziger, ebenfalls ersann er das Radwandern in der Region. Er dachte sich, dass noch eine große Veranstaltung fehlen würde und erfand mit den Tischtennis-Kameraden gemeinsam den Silvesterlauf. Im Jahr 1977 kam es dann zum ersten Waldböckelheimer Silvesterlauf als Höhepunkt des Laufjahres. Organisiert von Muschkullus und den Sportkameraden Herbert Pullig, Wolfgang Blaum, Dieter Hähn, Günter Schwindt, Wolfgang Hahn und Werner Hill.

Schon in der ersten Berichterstattung im „Öffentlichen“ hieß es, der Volkslauf hatte so großen Anklang gefunden, dass sicher fest stünde, dass er noch viele Nachfolger finden würde. Im Jahr 2016 nun haben wir den 40ten Silvesterlauf hinter uns gebracht. Eine großartige Leistung der Leichtathleten über vier Dekaden. Selbst Olympiateilnehmer sind schon in Waldböckelheim gestartet.

Die Abteilung Leichtathletik nimmt auch bis heuer jedes Jahr das Deutsche Sportabzeichen ab, hier zeichneten in frühester schon Zeit die Kameraden Pullig und der Sitzungspräsident des Elferrates Edmund Sutor verantwortlich.

Anno 1977 wurde auch zum ersten Mal vom damaligen Abteilungsleiter Turnen, Dieter Seidenschwang, die Vereinsmeisterschaft Turnen durchgeführt. Die allerersten Vereinsmeister waren übrigens Peter Sutor und Bärbel Schmidt. Bis heute werden diese Meisterschaften jährlich ausgetragen als inzwischen gemeinsame Veranstaltung der Turner und Leichtathleten auf dem Schulsportplatz.

Ebenso 1977 wurde die erste Volleyballmannschaft gegründet. Diese Trendsportart der Siebziger konnte sich allerdings nicht lange halten. In den späteren Jahren, im neuen Jahrtausend, trafen sich nochmals Volleyballer aus TuS und KSV zu gemeinsamem Training, doch auch diese Liaison ist inzwischen leider aufgelöst. Die Abteilung Turnen wurde indes durch Inge Seidenschwang um eine Gymnastik-Gruppe ergänzt, die auch an den Kappensitzungen aktiv mitwirkten, also abteilungsübergreifend.

1979 fand das erste Jugendturnier am Sportplatz statt, organisiert von Heinz Kramm. Seit 1990 benennt der TuS sein Jugendturnier am Vatertag nach Walter Schmidt. Oftmals kamen in inzwischen über 25 Jahren über 90 Mannschaften zu unseren Turnieren, darunter namenhafte Vereine aus Kaiserslautern, Mainz, Wiesbaden, Worms oder Ludwigshafen. Ebenso weitgereiste Teams aus dem Kölner Raum, aus Stuttgart, vom Bodensee und von der Nordseeküste. Einige halten uns noch immer die Treue.