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Der Wiederaufbau – 1945 bis 1965

Nach Ende des Weltkrieges verbot die zuständige französische Militärregierung alle Vereine per se. Doch bereits 1946 durfte zunächst wieder Fußball gespielt werden, jedoch nicht im Ligabetrieb. Da außer Fußball zunächst nichts erlaubt war, wurde nach der Genehmigung der Verwaltung einen neuen Verein zu gründen, am 16. Oktober 1947 der SV Waldböckelheim als reiner Fußballverein gegründet.

Bereits jetzt erkannten die Kicker dass der Platz auf der Au zu schmal war und vor allem im Herbst und Frühjahr stets überflutet wurde, also beschloss man den Tausch des Grundstücks mit einem Stück Ackerland im Besitz der evangelischen Kirche mit der Bezeichnung „Auf dem Sand“. Hier entstand dann oben auf des Mühlbergs Höhen, zwischen 1948 und 1949 der „kleine Betze“. Volkstümlich benannt nach dem Betzenberg in Kaiserslautern, auf dem in just diesem Jahr ein junger Spieler namens Fritz Walter mit seinem FCK zum ersten mal das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreichte, der beginn der Ära der Helden von Bern steht also in namentlichen Zusammenhang mit dem Sportplatz in Waldböckelheim. Als hätten es die Beckelumer einfach schon vorhergeahnt.

Ab 1948 waren auch Turnen und Kraftsport wieder erlaubt, so wurden flugs diese beiden Abteilungen neu gegründet. Noch immer hieß der Verein aber SV Waldböckelheim. 1950 wurde zum 30ten Jubiläum der Fußballer auch ein Schaukampf der Ringer im Saale Gruhn, dort wo man heute das Bürgerhaus findet, abgehalten. Hier nahmen auch die Tischtennisspieler teil, die auch 1948 ihre erste Erwähnung in den Annalen haben. Erster Abteilungsleiter war Hermann Schwindt.

1951 trennten sich die Ringer vom SV und gründeten den ehemaligen KSV 1923 neu.

1951 wurde aber auch eine weitere Abteilung erkoren. Die Fassenachter gründeten die Beckelumer Sorjebrecher unter der Regie des damaligen Präsidenten Jakob Wickert, dessen Baufirma auch den kleinen Betze erschlossen hatte. Der erste Elferrat und die Nachzügler im Laufe der beiden ersten Kampagnen waren die Narrhallesen:

 

 

  • Edmund Sutor
  • Herbert Wickert
  • Karl Kaul
  • Hans Anspach
  • Adolf Wickert
  • Albert Raab
  • Hermann Raab
  • Fritz Treßmann
  • Helmut Haas
  • Günther Schmitt
  • Hans Josef Braun
  • Helmut Donau
  • Hans Günther Köhler
  • Klaus Messer
  • Werner Sutor
  • Willi Matthern
  • Werner Liesenhof

 

 

Erster Sitzungspräsident war seine Tollität Helmut Haas. Er und der spätere Ortsbürgermeister Hans-Günther Köhler waren jahrelang als Clowns die Symbole des Beckelumer Narrenzugs. Auch der spätere „ewige Sitzungspräsident“, Edmund „ die Uhr“ Sutor und der spätere TuS-Vorsitzende „Raabe Hermann“ waren schon mit von der närrischen Partie. 1952 gab es auf der Spitzwiese, die heute von der B41 geteilt wird am Tunell (nicht Tunnel, nein es heißt „Tunell“), dort wo auch die Ursprünge des Fußballs lagen, ein Fassnachtsspiel zwischen einer „Damenelf“ und einer „Neger-Mannschaft“. Die Damen waren allesamt Herren mit weiblichen Kleidern und die „Neger“, so sagte man damals noch ungestraft, waren im Gesicht schwarz gerußt. Eine Riesengaudi, der Marsch dorthin mit viel Tamtam war der Ursprung und die Keimzelle des Beckelumer Narrenzugs, also auch eine Geburt des TuS Waldböckelheim.

Und so, nämlich TuS 1896 Waldböckelheim, nannte sich der Verein dann auch offiziell wieder ab 1953. Man besann sich also auf seine Wurzel im TV und legte den Namen SV ab. TuS heißt auch hier zunächst Turn- und Sportgemeinde. In dem Jahr begann der TuS sogleich mit der Renovierung der Turnhalle, die von den Franzosen als KfZ-Werkstatt umfunktioniert worden war. Ebenso wurde 1953 der Spielmannszug gegründet, Vorläufer des Blasorchesters quasi.

Im Jahr 1956 wurde eine „Volkstanzgruppe“ erkoren, dieser gehörten an:

 

  • Marlene Schmidt
  • Eleonore Burkhard
  • Ursula Hofmeister
  • Helga Kessel
  • Elke Wienen
  • Inge Wienen
  • Adolfine Schwindt
  • Erika Lettow
  • Rosemarie Burkhard
  • Erna Kunz
  • Else Matthern
  • Hannelore Schmidt

 

 

Diese Damen wurden zunächst vom damaligen Verkehrsverein aufgenommen, so etwas wie ein früher Vorläufer des Kulturvereins, wurden dann aber 1965 in den TuS integriert als Abteilung „Volkstanz“. Dies ist die Geburtsstunde der Abteilung Tanzen.

Im Jahr 1962 stieg die erste Fußballmannschaft ab in die unterste Spielklasse. Sie wurde daraufhin übernommen vom „Kuttler Willi“ und stieg seitdem nie wieder so weit ab. 1967 stieg man zum ersten Mal in die A-Klasse auf. Mit diesem Erfolg vor der Brust beantragte man am 01. April 1968 beim Amtsgericht Sobernheim (damals noch ohne „Bad“) den Status des eingetragenen Vereins. Seit dem heißt der Verein offiziell TuS 1896 Waldböckelheim e.V.